Aktuelles
Plakat für die Ausstellung "Naive Kunst aus Polen"

Plakat der Linderner Kulturwochen

Rock und Pop auf dem Festplatz an der Vreeser Straße

Aktuelles
Herzlich willkommen zu den 8. Linderner Kulturwochen
VIII. Linderner Kulturwochen
Vom 17.06.2011 bis 31.07.2011
„Der Lauf der Dinge"
Staatsminister Bernd Neumann eröffnet die 8. Linderner Kulturwochen!
Ein Höhepunkt des kulturellen Lebens im Südoldenburgischen Raum versprechen die VIII. Linderner Kulturwochen zu werden. Über einen Zeitraum von vier Wochen wird Lindern, die kleinste Gemeinde des Landkreises Cloppenburg, zu einem überregionalen Kunst- und Kulturzentrum.
Im Mittelpunkt steht das dritte international besetzte Bildhauersymposium, das am 20.06.2011 beginnen wird. Über hundert Künstler aus aller Welt bewarben sich, vier international renommierte Künstler wurden vom Kulturwochenausschuss ausgewählt: Ralf Klement aus Hüpstedt im Südharz arbeitet als Holzbildhauer, Melanie Schmidt lebt und arbeitet in Berlin. Ihre bevorzugten Materialien sind Stahl und Kunststoff. Der dritte ausgewählte Bildhauer ist der Australier Helmut Schwabe. Er lebt und arbeitet auf Tasmanien. Die vierte Symposiumteilnehmerin ist die in Pietrasanta (Italien) lebende Lotte Thünker. Beide Künstler werden mit Stein arbeiten. Die auf dem Symposium entstandenen Werke bleiben wie bisher als Dauerleihgabe in der Gemeinde Lindern und erweitern den schon bestehenden Skulpturenpfad durch die Gemeinde.
Die Künstler:
Kurzbiographie - Ralf Klement
1950 wird Ralf Klement in Erfurt geboren.
Seine künstlerische Tätigkeit beginnt erst im Jahr 1970, nachdem er bereits in verschiedenen Berufen gearbeitet hat. 1972 entstehen erste Skulpturen. Seit 1977 ist er freiberuflich tätig. Ein Berufsverbot stürzt ihn Anfang der 80er Jahre in eine tiefe Krise. Nach dessen Aufhebung folgen zunächst Aktfotografien. Mit der Aufnahme in den VBK der DDR 1988 wird ihm eine Reiseerlaubnis in den Westen erteilt. Nach der Wende ist er Mitbegründer des Kunstvereins Schloß Röderhof bei Halberstadt und gründet 1993 zusammen mit Susanne Isabel Bockelmann »blok«. Ab dem Jahr 2000 folgten Bildhauersymposien in Deutschland und im Ausland.Seine Werke sind in zahlreichen bekannten Sammlungen Europas zu sehen, wie z.B. in Italien, Polen und Frankreich.Heute lebt und arbeitet Ralf Klement in Hüpstedt im Eichsfeld.
Kurzbiographie- Lotte Thuenker
Lotte Thuenker wurde 1954 in Bonn geboren. Von 1973 - 1980 studierte sie Architektur an der TU Berlin. Danach arbeitet sie in dem Beruf in verschiedenen Architekturbüros. Seit 1993 beschäftigte sich Frau Thuenker eingehend mit der Steinbildhauerei mit sächsischem Sandstein, es folgen Arbeiten mit griechischem und italienischem Marmor. Ab 1997 hat sie mehrere Arbeitsaufenthalte in Italien, arbeitet als Bildhauerin und freie Architektin.
Frau Thuenker lebt und arbeitet heute in Pietrasanta / Lucca, Italien und in Berlin.
Kurzbiographie- Helmut Schwabe
Helmut Schwabe wurde in Südamerika geboren und ist in Norddeutschland aufgewachsen. Er absolvierte eine Ausbildung zum Töpferer.
In den 70er Jahren arbeitete Herr Schwabe in Köln. 5 Jahre lang betreute er den Keramikbereich im Museumsdorf Cloppenburg, bis er nach Tasmanien, Australien zog.
In den späten 1990er Jahren kombinierte Herr Schwabe erfolgreich einige seiner Arbeiten mit Sandstein mit einigen seiner Keramikskulpturen. Kurz danach begann er auch mit Kalkstein zu arbeiten.
Die Oberflächen seiner Skulpturen behalten häufig ihren ursprünglichen Zustand wodurch eine Verbindung mit der umgebenden Landschaft geschaffen wird. Herr Schwabe arbeitet auch mit Granit und Stein und kombiniert verschiedene Gesteinsarten.
Seine öffentlichen und privaten Arbeiten gibt es hauptsächlich im Norden Tasmaniens und in Sammlungen auf dem australischen Festland, Singapur und Deutschland zu sehen.
Kurzbiographie- Melanie Schmidt:
Melanie Schmidt wurde 1971 in Schweinfurt geboren. 1992-94 studierte sie an der HBK Maastricht in der Niederlande Monumentale Vormgeving. 1995 bis ins Jahr 2000 studierte sie Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Im Jahr 2000 wurde sie schließlich zur Meisterschülerin ernannt und bekam 2001 den Akademiebrief der Kunstakademie Düsseldorf. Ausgestellt wurden ihre Werke in Ländern wie die Niederlande, Österreich, Ägypten und Italien.
Ein weiteres Highligt der Linderner Kulturwochen ist die Ausstellung aus dem Museum Europäischer Kulturen -. Staatliche Museen zu Berlin
Naive Kunst aus Polen aus der Sammlung von
Hans-Joachim und Christina Orth
Die im Juli 2011 beginnende Ratspräsidentschaft Polens in der Europäischen Union nimmt das Museum Europäischer Kulturen zum Anlass, im Rahmen des Föderalen Programm der Stiftung Preußischer Kulturbesitz - Staatliche Museen zu Berlin eine Auswahl religiöser und profaner Volkskunst aus Polen in der Galerie Lindern zu präsentieren. Das Museum Europäischer Kulturen ist der Kunst naiver Künstler aus Polen auf besondere Weise verbunden und beherbergt die wohl größte museale Sammlung polnischer Volkskunst außerhalb Polens. Die Ausstellung zeigt Kunstwerke, die das Ehepaar Christina und Hans-Joachim Orth im Zeitraum von 1960 bis 1980 in Polen zusammengetragen haben. Ein Großteil Sammlung Orth konnte 2008 vom Museum Europäischer Kulturen erworben werden, der andere Teil wurde 2004 als Depositum von den Museen der Stadt Nürnberg übernommen. Viele dieser naiven Kunstwerke aus Polen werden in Lindern erstmals öffentlich vorgestellt.
Die Ausstellung umfasst über 100 Werke naiver Kunst aus allen Regionen Polens. Vor allem sind es Holzskulpturen, die einzigartige Einblicke in den polnischen Alltag und das menschliche Erleben bieten. Die Werke dieser Volkskünstler bestechen durch ihre Kreativität, scharfe Beobachtungsgabe und sinnliche Ausdrucksstärke. Viele Darstellungen thematisieren den ländlichen Alltag. Ebenso originell sind die Arbeiten zu historischen Ereignissen und Persönlichkeiten, wie Nikolaus Kopernikus oder Fryderyc Chopin. Einige Szenen reflektieren die unfassbaren Erlebnisse des Zweiten Weltkriegs und dokumentieren so die Geschichte Polens auf bewegende Weise. Auch die tief empfundene Religiosität der polnischen Künstler kommt in zahlreichen biblischen Motiven zum Ausdruck, z.B. in dem für Polen typischen, so genannten Christus im Elend oder in zahlreichen Krippen-, Engel- und Teufeldarstellungen.
Neben Skulpturen und Schnitzereien bekannter Künstler wie Adam Zegadło, Stanisław Denkiewicz, Stanislaw Marcisz oder Szczepan Mucha sind Malereien von Wladysław Rybkowski und Wladyslawa Iwanska sowie Stickbilder von Holda und Mika Stanislaw in dieser, anlässlich der VIII. Linderner Kulturwochen und dem damit verbundenen internationalen Bildhauersymposium gezeigten Ausstellung zu sehen.
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Weitere Informationen:
Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin, Im Winkel 6-8, 14195 Berlin
Fon: 030-266 42 6802, Fax 030-26642 6804
mek@smb.spk-berlin.de - www.smb.museum/mek
Eine Sonderausstellung wird im Linderner Rathaus stattfinden: Hier werden Werke der Linderner Künstlerin Maria Stratmann ausgestellt.
Auch die Schule wird in das Projekt eingebunden. Während einer Woche wird die Schule zur Galerie, in der neben Arbeiten der Schüler aller Schulformen und Altersstufen auch Werke von Künstlern aus der Region sowie Linderner Künstler ausgestellt werden. Des Weiteren werden Arbeiten von Schülern und Künstlern aus der polnischen Partnergemeinde Mrocza ausgestellt.
Die Schirmherrschaft über die Linderner Kulturwochen, die von der Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherung Oldenburg, von der Oldenburgischen Landschaft sowie der Landessparkasse zu Oldenburg gefördert werden, übernimmt Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der auch bei der offiziellen Eröffnung am 17.06.2011 anwesend sein wird.








